Schauspiel Frankfurt

Das traditionsreiche Schauspiel Frankfurt ist das größte Sprechtheater in der Rhein-Main Region und als überregional profilierte Bühne auch deutschlandweit viel beachtet. 2017/18 übernahm Intendant Anselm Weber die Führung des Hauses.

Nach den Betrachtungen der großen Umbrüche in den vergangenen 70 Jahren seit der Verabschiedung unseres Grundgesetzes richtet sich der Blick der Spielzeit 2019/20 auf die unmittelbare Zukunft: auf das, was uns bevorsteht und wie wir mit unserem Handeln im Jetzt und Hier unsere Zukunft beeinflussen und prägen. Unter dem Motto Morgen ist heute_ Wie wollen wir leben? entstand der Spielplan des Schauspiel Frankfurt mit 24 Premieren, davon eine Deutschsprachige Erstaufführung, eine Deutsche Erstaufführung und 9 Uraufführungen sowie 24 Wiederaufnahmen. In den vier Spielstätten – Schauspielhaus, Kammerspiele, Box und Bockenheimer Depot – bringen renommierte Regisseur_innen wie David Bösch, Felicitas Brucker, Barbara Bürk, Jan-Christoph Gockel, Roger Vontobel, Johanna Wehner sowohl Klassiker als auch zeitgenössische Dramatik von Ferdinand Schmalz, Anja Hilling, Lize Spit oder Fredrik Brattberg auf die Bühne.

Die Ratten von Gerhart Hauptmann; Regie: Felicitas Brucker Copyright: Birgit Hupfeld

Mit der Spielzeit 2017/18 startete das Schauspiel Frankfurt sein bisher größtes kulturelles Bildungsprojekt. »All Our Futures« gibt 180 Jugendlichen aus drei Stadtteilen über drei Jahre hinweg die Möglichkeit, Modelle des Zusammenlebens zu befragen und zu entwerfen. Die Teilnehmer_innen von »All Our Futures« gaben im Verlauf der Spielzeit in regelmäßigen Präsentationen, den »Tryouts«, Einblick in ihre aktuelle Arbeit. Mit der Stückentwicklung »Die Gründung« findet dieser Prozess auf der Bühne des Schauspielhauses im April 2020 seinen Höhepunkt und Abschluss. Neben dem groß angelegten Stadtprojekt erweitern Performances, Workshops und Gespräche das Angebot für Jugendliche im Jungen Schauspiel Frankfurt.

Wieder da von Fredrik Brattberg, Regie: Kornelius Eich
Copyright: Jessica Schäfer

Mit der über drei Jahre konzipierten Serie »Stimmen einer Stadt« entsteht ein dramatisches Kaleidoskop von Frankfurt durch 3 x 3 Uraufführungen mit jeweils drei Autoren, welche die Lebensläufe realer Personen in dieser Stadt poetisch überschreiben. In der Spielzeit 2019/20 schreiben Zsuzsa Bánk, Lars Brandt und Martin Mosebach zum ersten Mal für das Theater je ein Monodrama für das Schauspiel Frankfurt.

Neben den Produktionen schafft das Schauspiel Frankfurt in der BOX und im Chagallsaal mit der Reihe der X-Räume Orte für Begegnungen, Diskussionen und Werkschauen, bei denen sich Künstler_innen präsentieren, Zuschauer nachfragen und Bürger_innen der Stadt ins Gespräch kommen. Sie dienen als Plattform für die Suche nach der Frage: Wie wollen wir leben?

Im Rahmen des 2017 eingeführten »Studiojahr Schauspiel« absolvieren sieben Schauspielstudierende der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt ihr drittes Ausbildungsjahr am Schauspiel Frankfurt.

Nähere Informationen zum Programm unter www.schauspielfrankfurt.de