Schauspiel Frankfurt

Das traditionsreiche Schauspiel Frankfurt ist das größte Sprechtheater in der Rhein-Main Region und als überregional profilierte Bühne auch deutschlandweit viel beachtet. Seit 2017/18 hat Intendant Anselm Weber die Führung des Hauses inne.

Im Zentrum der Spielzeit 2020/21 am Schauspiel Frankfurt steht die Auseinandersetzung mit den Themen Antisemitismus und Rassismus. Entstanden ist ein Spielplan, der gleichzeitig auch ein Plädoyer für ein gesellschaftliches Miteinander ist. In einer Zeit, in der hasserfüllte Angriffe auf eine plurale Gesellschaft immer stärker werden, braucht es kraftvolle, solidarische Gegenpositionen.

„Das Leben ist eine Kunst“ von Martin Mosebach (Stimmen einer Stadt VII-IX), Premiere: 13.9.2020, Regie: Anselm Weber, Copyright (C): Robert Schittko

Um die inhaltliche Gestaltung der Spielzeit zu ermöglichen, wurde im April 2019 ein Beirat von Expert_innen gegründet, der bei Artikulation, Auswahl und Strukturierung der Spielzeitelement mitgewirkt hat. Im engen Austausch mit Vertretern der Bildungsstätte Anne Frank, des Jüdischen Museums Frankfurt, des Fritz Bauer Instituts und der Jüdischen Gemeinde Frankfurt hat das Schauspiekl Frankfurt ein Programm entwickelt, das sich über die gesamte Spielzeit hinweg auf vielfältige Weise zu Antisemitismus und Rassismus in Deutschland verhält.

Etwa die Hälfte der Neuproduktionen wird sich in dieser Spielzeit unmittelbar auf das Spielzeitthema beziehen. Die Vilefalt der künstlerischen Handschriften wird von Arbeiten namhafter Regisseur*innen bereichert, die zum ersten Mal am Schauspiel Frankfurt inszenieren: Claudia Bauer, Mateja Koleznik, Herbert Fritsch oder Christina Tscharyiski. Zudem werden partzipative Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen über die Spielzeit verteilt unterschiedliche Schwerpunkte zum Thema diskursiv vertiefen und bieten Begegnungs- und Diskussionsräume.

 „Wie es euch gefällt“ von William Shakespeare, Deutsch von Jürgen Gosch und Angela Schanelec, Premiere: 11.9.2020 Regie: David Bösch, Copyright (C) Thomas Aurin

Junges Schauspiel

Das Junge Schauspiel steht seit zehn Jahren für Theaterprojekte mit Jugendlichen zu brennenden gesellschaftlichen Themen wie Zivilcourage, Rassismus, Migration, Flucht und Inklusion. In der Spielzeit 2020/21 sind Jugendliche mit möglichst heterogenen Positionen eingeladen, Antisemitismus in Deutschland im Zusammenhang von institutionellem Rassismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit mit Theatermitteln zu erfahren.

Studiojahr Schauspiel

2017 startete die Kooperation von Schauspiel Frankfurt und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst mit dem „Studiojahr Schauspiel“, um angehende Schauspieler_innen eine praxisnahe Ausbildung zu ermöglichen. In der Spielzeit 2020/21 stehen neun junge Spieler_innen gemeinsam mit den erfahrenen Kolleg_innen des Schauspiel Frankfurt auf der Bühne und ergänzen den Spielplan des Schauspiel auch mit eigenen Formaten – den Klassenzimmerstücken – die jeweils in der Box Premiere feiern und von Schulklassen gemeinsam gebucht werden können.

 

Nähere Informationen zum Programm unter www.schauspielfrankfurt.de