Ballett Frankfurt

Seit Ende der Spielzeit 2003/2004 gibt es bei den Städtischen Bühnen Frankfurt keine Ballettsparte mehr. Ab 1984/1985 war der amerikanische Choreograph William Forsythe zunächst künstlerischer Direktor, später Intendant des Ballett Frankfurt.

Sein Name steht weltweit für zeitgenössischen Tanz von exponierter, wegweisender Qualität. Forsythe entwickelte für die Kompanie eine neue Struktur und ein eigenes Repertoire mit unverwechselbarem Stil. Damit etablierte sich das Ballett sowohl in Frankfurt als auch mit internationalen Gastspielen weit über die Grenzen Frankfurts hinaus.

In den Jahrzehnten zuvor waren u.a. John Neumaier (1969-1973), Alfonso Catà (1973-1976), Egon Madsen (1981-1984) für das Frankfurt er Ballett tätig.

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Heterotopia – Eine Arbeit von William Forsythe. Tänzerin: Yoko Ando. © Foto: Dominik Mentzos

Am 1.1.2005 nahm die private The Forsythe Company den Betrieb auf. Die Finanzierung teilen sich das Land Hessen, der Freistaat Sachsen, die Stadt Dresden und die Stadt Frankfurt sowie Sponsoren und private Förderer. Die Company heißt seit 2015 Dresden Frankfurt Dance Company (Leitung Jacopo Godani) . Als Spielstätte in Frankfurt dient das Bockenheimer Depot.

Das TAT (Theater am Turm)

Im Volksbildungsheim (am Eschenheimer Turm) beheimatet (künstlerische Leiter waren Rainer Werner Fassbinder, Hermann Treusch, Peter Hahn) wurde das Theater am Turm 1986 organisatorisch in die Kulturgesellschaft Frankfurt und ab 1.1.1995 in die Städtischen Bühnen Frankfurt eingegliedert (künstlerische Leitung Tom Stromberg). Spielort wurde das Bockenheimer Depot. Ab 1999 bis zu dessen Auflösung zum Ende der Spielzeit 2003/2004 wurde es als selbständige Sparte gemeinsam mit dem Ballett Frankfurt geführt ( Intendanz: William Forsythe, künstlerische Leitung bis zur Spielzeit Ende 2002 Robert Schuster und Tom Kühnel).